Quo vadisQuicksearchKategorienStichworte (Tags)ArchivesBlog abonnierenImpressumWebmistress: Maren Winter
Administration Weblog: Ruben Wickenhäuser, Quo vadis Der Administrator ist ausschließlich für die technische Funktionalität des Weblogs verantwortlich, nicht jedoch für Inhalte. Er ist kein "Chefredakteur" oder dergleichen. Die Beiträge geben die Meinung der jeweiligen Autoren wieder, nicht unbedingt die von Quo vadis oder Webmistress bzw. Administrator. Gleiches gilt für Links, für die wir nicht haften. Die Verantwortung für die Inhalte sowie die Prüfung von Trackbacks und Kommentaren liegt bei den Autoren des jeweiligen Beitrags. Die Autoren versichern, daß sie über alle notwendigen Nutzungsrechte von Abbildungen und Texten verfügen, die sie in diesem Weblog verwenden. Die Verantwortung für die Inhalte von Kommentaren und Trackbacks liegt bei den Erstellenden der Kommentare und Trackbacks. Eine mittlerweile in unserem Rechtsstaat erwünschte Vorabzensur kann aus technischen Gründen nicht stattfinden. Dieses Weblog ist kein journalistisches und kein professionelles Angebot, sondern eine Plattform für Neuigkeiten, die in der Freizeit der Autoren von ihnen bereitgestellt werden. Quo vadis besitzt und ist keine Redaktion. Wir können daher keinen professionellen Redaktionsservice bieten. Noch einmal: Dieses Weblog ist nicht journalistisch.
|
Autorenportrait: Marion HennebergSunday, April 17. 2011
"Das Schönste für einen Autoren ist es, wenn die Leser so stark von der Geschichte gefesselt sind, dass sie das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchten."
![]() Als Marion Henneberg, 1966 in Goslar geboren, mit dem Schreiben begann, nutzte sie den Erziehungsurlaub, um endlich den langgehegten Traum zu verwirklichen, Schriftstellerin zu werden. Während die Kinder schliefen, ging sie in den Keller und begann auf ihrem alten Computer die Geschichte einer Magd zu schreiben, die sich zur Heilkundigen entwickelt: "Eilika“. Aber als sie eine Leseprobe an die Verlage schickte, kamen nur Absagen. Beinahe wäre es bei diesem kurzen Ausflug ins Autorenleben geblieben. Doch als sie mit dem Manuskript an einem Wettbewerb teilnahm und den ersten Preis gewann, bekam sie neuen Mut und schickte den Text an die Agentur Schlück. Nur wenige Tage später erhielt sie einen Anruf mit der Zusage des Ullstein-Verlages. Aus „Eilika“ wurde „Die Entscheidung der Magd“. Inzwischen ist Marion Henneberg erfolgreiche Autorin. In diesem Monat ist bereits ihr dritter Roman „Das Amulett der Wölfin“ erschienen. Für ihre Bücher treibt sie ausgiebige Recherche vor Ort, zieht Informationen aus Sachbüchern und dem Internet. „Vor allem aber erhalte ich bei meinen Büchern immer Unterstützung von Fachleuten, wie beispielsweise Historiker und Stadtarchivare“, so die Autorin. „Deren Wissen und Hilfsbereitschaft ist für mich ein Segen.“ Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Marion Henneberg in der Finanzierung eines gemeinnützigen Unternehmens und kümmert sich seit November des vergangenen Jahres als eine der beiden Sprecherinnen um die Belange des Autorenkreises Quo Vadis. Die verbleibende freie Zeit verbringt sie mit der Familie. „Als Mutter von zwei Kindern komme ich schon öfter in Zeitnot. Diszipliniertes Arbeiten ist daher bei mir Grundvoraussetzung. Ein schlechtes Gewissen, vielem nicht gerecht zu werden, gehört praktisch dazu.“ Heute steht ihr Schreibtisch direkt unter dem Dach. Und auch wenn es ihr nicht immer leicht fällt, so stellt sie schon mal Sonntags früh den Wecker, um ungestört arbeiten zu können. „Nach der ersten Tasse Kaffee und einem Blick in den Himmel über meinem Arbeitsplatz verfliegt die Müdigkeit in der Regel schnell“, sagt sie und man spürt mit jedem Wort, wie sehr sie es genießt, dass ihr Traum Wirklichkeit wurde. Marion Henneberg lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Stuttgart. Aktuelle Veröffentlichung: Das Amulett der Wölfin, Ullstein Taschenbuch, ISBN 978-3548282619 Weitere Informationen über Marion Henneberg unter www.marion-henneberg.de Buchtipp: Die Reliquien von Lissabon (Jörgen Bracker)Friday, April 15. 2011
Rau, seherisch, zu Herzen gehend – Jörgen Bracker erzählt eine große, gefühlvolle Geschichte aus dem europäischen Mittelalter.
Im Jahre 1402 begibt sich der Hamburger Ratsherr Nikolaus Schoke auf eine Reise nach Santiago de Compostela. Noch auf dem Schafott hat der Kaperfahrer Goedeke Michel ausgerechnet ihm das Gelübde abgenommen, wertvolle Reliquien an den Ort ihrer Herkunft zurückzubringen: die Handknochen des heiligen Vincentius. Über London, La Rochelle und La Coruña gelangt Nikolaus Schoke nach einer Reise voller Drangsale, Gefahren und Sehnsüchte schließlich an den Ort der Bestimmung. Doch die Übergabe des Reliquiars scheitert. Der Ratsherr muss sich erneut auf den Weg machen mit einem neuen Ziel: Lissabon. Seefahrt, Kirchengeschichte, Hansezeit: Es gibt wohl keinen anderen Autor, der in diesen Themen so zu Hause ist wie Jörgen Bracker – und der sie derart lebendig werden lässt. Jörgen Bracker studierte in Marburg, Kiel und Münster Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. Die Promotion erfolgte 1965 in Münster/Westfalen. Von 1965 bis 1976 wirkte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Römisch-Germanischen Museums in Köln an Ausgrabungen, Ausstellungen und der Einrichtung des Neuen Museumsgebäudes mit. Von 1976 bis zum Ende des Jahres 2001 leitete er als Direktor und Professor das Museum für Hamburgische Geschichte. Nach seiner Pensionierung widmete sich Jörgen Bracker dem Schreiben Historischer Romane. Im Oktober 2005 erschien bei Murmann in Hamburg sein Erstling, ZEELANDER – DER STÖRTEBEKERROMAN; in zwei Hardcover-Auflagen; als Taschenbuch erschien es eine ab 2007 bei Piper-Serie.in zwei weiteren Auflagen. Nach seinem Störtebeker-Roman ZEELANDER legte Jörgen Bracker mit DIE RELIQUIEN VON LISSABON – STÖRTEBEKERS VERMÄCHTNIS seinen zweiten Roman vor. In ihm wird die weiträumige Verknüpfung der Seeraub-Thematik mit den Ereignissen des Hundertjährigen Krieges aufgezeigt. Dabei stützte er sich auf Urkunden, Bildquellen und die Aussagen von historischen Bauten und Bodendenkmälern. Auf seinem Krabbenkutter FAHREWOHL VON BÜSUM durchstreifte er die Meere, um sich anhand der natürlichen Voraussetzungen eine verlässliche Vorstellung von den kämpferischen Auseinandersetzungen zu bilden, in denen die Vitalienbrüder in Nord und Süd unter ihren Anführern Störtebeker und Goedeke Michel den Hansekaufleuten bald als Verbündete zur Seite, bald als Gegner gegenüber standen. ![]() Die Reliquien von Lissabon. Störtebekers Vermächtnis. Jörgen Bracker Murmann Verlag, Hamburg 2008 Hardcover, 359 Seiten ISBN 978-3-86774-021-0 Quo Vadis Kurzgeschichtenpreis 2011: Die Nominierten stehen fest!Wednesday, April 6. 2011
Zum dritten Mal schrieb der Autorenkreis Quo Vadis anlässlich der Jahrestagung Historica einen Kurzgeschichtenwettbewerb aus:
Quo Vadis-Kurzgeschichtenpreis 2011 zum Thema „Drei Tagesritte zum Bodensee“ ![]() Die Jury, bestehend aus den Quo Vadis-Mitgliedern Angeline Bauer, Caren Benedikt und Guido Dieckmann, hat entschieden. Die überzeugendsten 10 Beiträge sind ausgewählt und werden zusammen mit den Geschichten von zehn Quo Vadis-AutorInnen und AutorInnen aus der Region Bodensee in einem Anthologieband des Gmeiner Verlages veröffentlicht. Die Siegerehrung findet während der Historica vom 11. bis 13. November 2011 in Singen am Bodensee statt. Die Gewinner alphabetisch nach Vornamen geordnet: Anne Bentkamp - Das Ende der Kraft Annette Amrhein - Gottfried Keller erwartet Post Claudia Schmid - Susannes Unbill Doris Rothweiler - Das Lied Evelyn Leip - Annas Kleid Hans van Ooyen - Der Dekadenring von Konstanz Juliane Stadler - Der Zwölfte Marlene Geselle - Zwei Hemden für die Baderann Philipp Unsinn - Die zersprungene Zeit Susanne Krawinkel - Die Verführung der Soldatin Honorierung der veröffentlichten Siegergeschichten: 1. Platz: 200 Euro 2. Platz: 150 Euro 3. Platz: 100 Euro 4. - 10. Platz: 50 Euro Alle zehn Gewinner erhalten außerdem ein Belegexemplar vom Gmeiner Verlag. Die drei besten Geschichten werden erst auf der Historica am 11. November 2011 in Singen bekannt gegeben. Autorenportrait: Lea KorteMonday, April 4. 2011
„Das Faszinierendste an Spanien ist für mich die Vermischung von Orient und Okzident: Ein unerhörter Quell von ebenso wahren wie spannenden und hochdramatischen Geschichten für einen Autor!“
![]() Lea Korte bei einer Lesung: Wer Kontakt mit der Autorin aufnehmen möchte, kann dies gerne über Facebook oder Twitter tun. Lea Korte, 1963 in Frankfurt geboren, ist seit zwanzig Jahren in dem geschichtsträchtigen Mittelmeerland heimisch. Bereits nach Abschluss ihres Studiums wanderte sie aus, zuerst nach Katalonien und später ins Baskenland und nach Valencia, wo sie ihren Lebensunterhalt als Übersetzerin und Autorin verdient. „Ich wollte schon immer Romane schreiben“, erzählt sie. "Ohne Schreiben würde mir nicht nur etwas fehlen; ich käme mir regelrecht amputiert vor." In ihren historischen Romanen setzt sich mit der Vergangenheit Spaniens auseinander, schöpft vor Ort aus den reichen Quellen der Geschichte. „Die arabische und die westliche Welt haben sich dort über viele Jahrhunderte so stark gegenseitig beeinflusst, wie man es sonst nirgends in Westeuropa erleben kann, wozu natürlich auch das Aufeinandertreffen von Christentum, Islam und Judentum gehört.“ Eine Dramatik, die sich auch in ihrem zweiten historischen Roman „Die Maurin“ wiederfindet, der Ende des 15. Jahrhunderts spielt. Es ist die Geschichte der Maurin Zahra as-Sulami. Andalusien befindet sich im Umbruch. Die Reconquista, die Rückeroberung des maurischen Spaniens für die christliche Krone, geht in ihre letzte Phase und es kommt zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Kastiliern. Vor diesem Hintergrund erzählt Lea Korte das Leben der jungen Frau, die aufgrund ihrer Familiensituation zwischen die maurisch-kastilischen Fronten gerät. „Romane müssen spannend sein und neben der Geschichte auch wahre Historie vermitteln“, so die Autorin, die derzeit an einer Fortsetzung schreibt (Erscheinungstermin 2012). Einen entsprechend großen Teil ihrer schriftstellerischen Tätigkeit nimmt daher die Recherche ein. „Das ist überdies der Teil, den ich besonders liebe und total aufregend finde.“ Lea Korte lebt mit ihrem französischen Ehemann, ihren beiden Kindern, einem Hund und zwei Katzen in Spanien. Aktuelle Veröffentlichung: Die Maurin, Knaur Tb, ISBN 978-3426502303 Weitere Informationen über Lea Korte unter: www.leakorte.com Achtung Programmänderung Historica 2011!Tuesday, March 29. 2011
Da das Programm seit der Ausschreibung des Kurzgeschichtenpreises aus organisatorischen Gründen geändert werden musste, hier noch einmal die endgültigen Termine:
Freitag, 11. November 2011: Verleihung des Quo Vadis Kurzgeschichtenpreises mit anschließender Gala Samstag, 12. November 2011: Lange Lesenacht Autorenportrait: Rebecca AbeMonday, March 21. 2011
»Mein Herz schlägt für den Kriminalroman, Ungerechtigkeit, Spannung und Verbrechen, da werde ich hellhörig und neugierig. Deshalb ist auch »Das Labyrinth der Fugger« nicht nur historische Liebesgeschichte, sondern ein Renaissancethriller.«
![]() (Photo: Susanne Rieder Ort: Renaissancegarten Starnberg) Rebecca Abe bei der Arbeit: »Ich plotte mit meinem Mann zusammen, in vielen Gesprächen wächst die Geschichte. Später schreibe ich alles mit meinem Füller in mein Notizbuch.« Rebecca Abe, geboren 1967, wollte als Kind Malerin werden, wie ihr Vater. Geschichten erfunden und wie besessen gelesen hat sie schon immer. Das zu ihrem Beruf zu machen, kam ihr jedoch nicht in den Sinn. Erst als sie in einem Kindergarten ein Praktikum machte, träumte sie davon, ihre eigenen Bücher zu schreiben und zu illustrieren. Sie studierte Grafik-Design, besuchte das Seminar »Bild und Buch« in der Kunstakademie München und konzentrierte sich auf das Illustrieren von Kinderbüchern. 2001 setzte sie ihren Schriftstellertraum mit ersten Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Anthologien um. Danach arbeitete sie sieben Jahre lang an ihrem ersten Roman. »Das Gedächtnis der Lüge« erschien 2008 im Skalding Verlag. Abe erzählt darin die tragisch-groteske Geschichte um den »Lebensborn« der Nationalsozialisten. Packende historische Themen lassen die Autorin nicht los. Abe ist überzeugt: »Die Mischung aus Recherchefakten und spannender Geschichte muss stimmen.« Ihr jüngst erschienenes Buch »Im Labyrinth der Fugger« ist ein Renaissancethriller. Die Familie der Fugger habe sie schon immer fasziniert, so die Autorin. »Allerdings wusste ich nichts über eine ihrer Töchter, Anna Jakobäa Fugger, die gegen ihren Willen zwanzig Jahre ins Kloster gesperrt wurde und sich selbst befreite. Ihre Lebensgeschichte entdeckte ich in dem Buch von Martha Schad: »Frauen des Hauses Fugger« Annas Lebensgeschichte ließ mich nicht mehr los.« Abe erzählt die wahre Geschichte der Anna Jakobäa Fugger (1547-1587), einer Enkelin des mächtigen Anton Fugger. Nach dessen Tod wird das Vermögen gleichmäßig auf alle Nachkommen verteilt. Christoph Fugger will die Kinder seines Bruders ins Kloster abschieben, um die Zahl der Erben zu verringern. Hilfe erhält er von dem Jesuiten Petrus Canisius. Nur Anna ahnt, welch perfides Spiel der Augsburger Domprediger und Exorzist treibt. Stadtplan, Vignetten und Kapitelinitialen im Buch stammen ebenfalls aus der Feder der Autorin. Rebecca Abe lebt gemeinsam mit ihrem Mann und drei Kindern auf einem kleinen Bauernhof am Starnberger See. Aktuelle Veröffentlichung: »Im Labyrinth der Fugger«, Gmeiner Verlag 2011, ISBN 978-3839211441 Ausführliche Informationen zur Autorin unter www.r-abe.de sowie auf www.lailatonka.blog.de und im HistoJournal 1-2011 des Gmeiner Verlages.
Posted by Alessa Schmelzer
at
15:20
Notwendige Aktualisierung des WeblogsFriday, March 11. 2011Es wird eine Aktualisierung der Weblog-Software vorgenommen. Theoretisch sollte davon nichts zu spüren sein, falls doch ... nicht wundern. Nachtrag: Die Aktualisierung war erfolgreich, alles abgeschlossen. Buchtipp: Der Maler und das Mädchen (Angeline Bauer)Friday, March 11. 2011
Eine verwinkelte mittelalterliche Stadt, politische Intrigen und zwei hoffnungslos erscheinende Liebesgeschichten - das ist der Stoff, aus dem die Autorin Angeline Bauer den spannenden Roman 'Der Maler und das Mädchen' entstehen ließ.
Am 5. Juni 1546 eröffnete Kaiser Karl V. den 3. Reichtags von Regensburg. Er selbst reiste jedoch bereits am 10. April 1546 an, denn dem Reichstag vorausgehen sollten die so genannten zweiten Regensburger Religionsgespräche. Doch zum Entsetzen und Ärger des Kaisers hielten sich kein einziger Fürst mehr in der Stadt auf und nur wenige Gesandte, auch die meisten Theologen waren bereits abgereist. In dieser Zeit der politischen Wirren lernte Karl V. die Regensburger Bürgerstochter Barbara Blomberg kennen, verliebte sich und zeugte mit ihr einen Sohn, den sie am 24. Februar, dem Geburtstag des Kaisers, in Regensburg zur Welt brachte. Leseprobe unter www.angeline-bauer.de Angeline Bauer, geboren 1952, begann ihre berufliche Laufbahn als klassische Tänzerin. Freiberufliche Autorin seit 1983. 1987 bis 1991 Ausbildung zur psychologischen Beraterin mit Schwerpunkt tiefenpsychologische Traumdeutung und katathymes Bilderleben. Von 1991 bis 1999 neben der Autorentätigkeit auch Leitung einer psychologischen Beraterpraxis. Unter Pseudonym Friederike Costa Veröffentlichung unzähliger Kurzgeschichten und mehr als zwanzig heiter-frecher Frauenromane. Veröffentlichung unter Angeline Bauer: - vier historische Romane im Aufbau Verlag - ein Märchenbuch für 'starke und mutige Frauen', rund ein Dutzend Sachbücher im Bereich Gesundheit und Psychologische Märchendeutung, so wie ein Ratgeber 'Liebesromane schreiben'. - 2006 und 2009 Nominierungen für den Literaturpreis 'Die Delia' - 2006 Nominierung für den ‘Sir Walter Scott’ Literaturpreis. Angeline Bauer über "Der Maler und das Mädchen": Da ich in der Nähe von Regensburg geboren wurde, dort teilweise zur Schule ging und auch als Tänzerin am Theater arbeitete, wollte ich ein Buch über diese außergewöhnliche mittelalterliche Stadt mit ihren vielen Türmen und verwinkelten Gassen schreiben. So erzählt mein Roman nicht nur die Liebesgeschichte zweier junger Frauen und etwas über die politischen Ereignisse der damaligen Zeit, sondern es ist ebenso eine Huldigung an die Stadt selbst, so wie sie 1546 ausgesehen hat. Wichtig war mir außerdem, Barbara Blomberg, die nicht die Hauptrolle, sondern "nur" eine Nebenrolle spielt, anders zu zeichnen, als dies bisher der Fall war. Die achtzehnjährige Tochter eines angesehenen Bürgers, die mit Sicherheit noch Jungfrau war (sonst hätte Karl V. ihren Sohn nicht sofort und ohne Weiteres anerkannt) konnte keine Femme fatale sein, die den alternden Kaiser verführte oder gar im Wirtshaus für ihn sang. Meine Geschichte über diese außergewöhnliche Liebe ist dann auch viel hintergründiger und geheimnisvoller ... ![]() Der Maler und das Mädchen Angeline Bauer Aufbau Verlag ISBN 978-3-74662474-7 Broschiert, 377 Seiten Das große Autorenportrait zum Start der Edition Quo Vadis: Marlene KlausMonday, March 7. 2011
Autorin, Buchhändlerin und ehemalige Sprecherin des Autorenkreises Quo Vadis – Marlene Klaus spricht über das Schreiben in Cafés, der Inspirationskraft der Natur und über die Sinnlichkeit von Büchern.
"Geschichten können erretten. Wer liest, weiß das." Text: Heike Koschyk • Foto: Tobias Kandler ![]() Ein Leben ohne Schreiben kann sich Marlene Klaus nicht vorstellen. Schon als Kind wusste sie, dass sie Schriftstellerin werden wollte. Später besuchte sie Schreibseminare und Textwerkstätten und nahm an Ausschreibungen teil, um ihrem Ziel näher zu kommen. Heute hat sie ihren Traum verwirklicht. Wenn sie sich morgens an den Schreibtisch setzt, schenkt sie sich zuerst eine Tasse grünen Tees ein, um dann konzentriert bis in den Nachmittag zu arbeiten. Sie braucht die Ruhe, untermalt vom leisen Plätschern des Zimmerbrunnens, der ihre Worte zum Fließen bringt. „Anfangs habe ich mich zum Schreiben auch mal ins Café gesetzt, weil das in Schreibratgebern so empfohlen wurde“, erzählt die Autorin lächelnd. „Inzwischen lasse ich das – obwohl es durchaus sein kann, dass ich im Café mein Notizbuch aus der Tasche ziehe und etwas festhalte, das mir auf- oder einfiel.“ Das Notizbuch ist ihr wichtigster Begleiter. Marlene Klaus lässt sich gerne von dem inspirieren, was sie sieht. Von Menschen und ihren Geschichten, von der Natur. „Ich freue mich, zuzusehen, wie aus den diversen Samenkörnchen, die ich im Frühjahr in die Erde senkte, Pflänzchen heranwachsen“, so die Autorin. „Und ich freue mich über das unglaublich schöne Licht, in das im Herbst die Welt getaucht ist und deren Farben leuchten lässt.“ Beinahe täglich schnappt sie sich ihr Fahrrad und fährt durch die Natur, um die Gedanken schweifen zu lassen und den Kopf frei zu bekommen. Kommt ihr dabei ein Einfall, steht sie auch schon mal am Straßenrand und zückt das Notizbuch. Auch die Idee zum Roman „Beschützerin des Hauses“ kam per plötzlicher Eingebung: „Anlässlich eines historischen Stadtrundgangs in meinem Heimatort meinte ich, einer Hexenverbrennungsgeschichte auf die Spur gekommen zu sein. Ich begann, zu recherchieren. Und stellte rasch fest: In der Hochzeit der Hexenverfolgungen hat es in der Kurpfalz, zu der Hockenheim im 16. Jahrhundert gehörte, keine Hexenverbrennungen gegeben. Während überall im Reich die Scheiterhaufen brannten, pflegte das Rechtssystem der Kurpfalz eine andere Tradition.“ Marlene Klaus Interesse war geweckt. So entstand die Geschichte des Kräuterweibes Barbara, die seit dem Tod von Mann und Tochter zurückgezogen lebt und nachts hinauszieht, um Kräuter zu sammeln. Die Leute sind misstrauisch, machen sie für Dinge verantwortlich, die sie sich nicht erklären können. „Es waren schlechte Zeiten. Anhaltende Unwetter verdarben die Ernten, Teuerungen waren die Folge, Armut, Landflucht, Not. Man glaubte, eine Hexensekte sei für alles verantwortlich, sie wolle die Welt ins Verderben stürzen, gemeinsam mit ihrem Gebieter, dem Höllenfürsten.“ Als dann noch ein Hagelunwetter Tote fordert, wird Barbara gefangen gesetzt. Das Dorf gleicht zunehmend einem Hexenkessel, in welchem alte Verletzungen und Verfehlungen, Rachsucht und Missgunst brodeln. Die Ränke einiger weniger kosten Barbara beinahe das Leben. In diesem Roman können nur Umsicht und beherztes Handeln retten, im echten Leben vermögen es manchmal auch Geschichten. „Abtauchen, Vergessen, Staunen, Erfahren, Lernen. Geschichten bedeuten Lachen und Weinen, Hoffen und Bangen. Und ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, aber dennoch pathetisch: Geschichten können erretten. Wer liest, weiß das.“ Einer der Gründe, warum sie Buchhändlerin geworden ist. Es ist aber auch die Nähe zum Buch an sich. „Ich wollte bei Büchern sein, sie um mich haben, sie anfassen, daran riechen – das tue ich übrigens noch immer, ich rieche an jedem Buch, das ich in die Hand nehme, ich kann gar nicht anders, ein unglaublich sinnliches Vergnügen!“ Würde die Autorin denn gerne in der Vergangenheit leben wollen? Ihre Antwort ist Nein. „Ich finde es ganz recht, hier und heute zu leben. Was mir lieb wäre indes, wäre, sie würden endlich eine Maschine erfinden, mit der man Ausflüge in die Lieblingszeit unternehmen könnte. Das geht ja vielen so, da bin ich nicht alleine, vor allem Leute, die historisch schreiben oder gerne historisch lesen. Mit einer solchen Zeitmaschine würde ich in die Zeit ausflügeln, in der meine Romane spielen: das 16. Jahrhundert. Eine spannende Zeit, in der sich Werte verschoben und änderten.“ Die Frage, wie sie sich beschreiben würde, wäre sie selbst Teil einer ihrer Geschichten, beantwortet sie augenzwinkernd: „Es gab mal Zuckertütchen in Cafés, auf denen konnte man Eigenschaften lesen, die den Sternzeichen zugeordnet werden. Mein Zuckertütchen verkündete, ich sei ernst, schweigsam und klug. Bin ich alles. Auch.“ Zur Person: Marlene Klaus, 1960 in Mannheim geboren, ist ausgebildete Buchhändlerin. Nebenher jobbte sie aber auch als Taxifahrerin, Kellnerin und Postbotin. Heute arbeitet sie in der Gemeindebücherei Brühl. Nach zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien, darunter 2007 in Mannheimer Morde, einer Krimianthologie zum 400 jährigen Stadtjubiläum, erschien im März der historische Roman „Beschützerin des Hauses“, für den sie 2006 ein Arbeitsstipendium erhielt. Marlene Klaus war von 2008-2010 Sprecherin des Autorenkreises Quo Vadis. Aktuelle Veröffentlichung: Beschützerin des Hauses, Edition Quo Vadis im Dryas Verlag, ISBN 978-3940855121 „Leipzig liest“ - Quo Vadis Autorinnen und Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2011Wednesday, March 2. 2011
Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Mitglieder des Autorenkreises auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Wer unsere Autorinnen und Autoren live erleben möchte, sollte sich folgende Termine notieren:
Freitag, 18.03. Sabrina Capitani: „Das Spiel der Gauklerin“, Piper Verlag 12:00 Halle 5, Stand A 210 (Sachbuchforum) 20:00 Bürnheims Literatursalon Samstag, 19.03. Constanze Wilken: „Die Lautenspielerin“, Goldmann Verlag Deana Zinßmeister: „Der Hexenturm“, Goldmann Verlag 20:00 in der Taufkapelle der Peterskirche. Walter Laufenberg: "Der gemalte Tod", SalonLiteraturVerlag 11:30, Halle 3, Stand E 207 (Sachbuchforum) 15:30, Halle 4, Stand E 101 (Forum Leipzig liest)
(Page 1 of 10, totaling 99 entries)
» next page
'Coffee Bar' design by David Cummins powered by Serendipity |

