Gewinner 2012

1. Preis – Golderner Lorbeer

Selma Mahlknecht

Selma Mahlknecht, 1979 in Meran geboren, studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Neben diversen Film- und Theaterproduktionen zählen zahlreiche literarische Veröffentlichungen zu ihrem Werk. Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ötztaler Literaturpreis und dem Stadtschreiberstipendium der Stadt Kitzbühel.
www.selma-mahlknecht.info

Ausgezeichnet mit dem goldenen Lorbeer
des Sir Walter Scott-Preises wurde ihr Roman:

Helena
gebundene Ausgabe, 214 Seiten
Edition Raetia, September 2010
ISBN-10: 8872833841
ISBN-13: 978-8872833841

Vergötterung, Flucht, Liebe, Entführung, Vergewaltigung. Bin ich noch Helena?, fragt sich die schöne Prinzessin aus Sparta, nachdem sie von Paris verschleppt und geschändet wurde. Schönheit verspricht in Mahlknechts Neuerzählung der griechischen Sage kein Glück. Sie muss sich Zwängen unterwerfen, die von Männern bestimmt werden und lebt schließlich als willenlose Gefangene einer fremden Welt fernab vom Toben des Krieges in Troja.
“Die Autorin hat erreicht, was vielen nicht gelingt: eine bereits auf viele verschiedene Arten geschriebene Geschichte neu zu erzählen und damit die Menschen zu bewegen.”


2. Preis – Silberner Lorbeer

Jürgen-Thomas Ernst

Jürgen-Thomas Ernst, 1966 im vorarlbergischen Lustenau geboren und in Hohenems aufgewachsen, erhielt für seine Theaterstücke „Nachtschicht“, „Der Wortmörder“ und „Karoline Redler“ zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. das Dramatikerstipendium des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, das Rom-Stipendium des Landes Vorarlberg und den Theodor-Körner-Preis.
www.juergen-thomas-ernst.at

Ausgezeichnet mit dem silbernen Lorbeer
des Sir Walter Scott-Preises wurde sein Roman:

Anima
Gebundene Ausgabe, 251 Seiten
Braumüller Literaturverlag, September 2010
ISBN-10: 399200015X
ISBN-13: 978-3992000159

Anselm Ender läuft, wie andere atmen. 1866 im westlichsten Kronland der Monarchie in triste Verhältnisse geboren, wacht der Vierjährige eines Nachts auf und rennt, von innerem Zwang getrieben, stundenlang durch taufeuchte Wiesen und Wege des Vorarlberger Riedlandes. Als Kind und junger Mann verdingt sich Anselm in einer Textilfabrik, als Schweinehirte und Holzarbeiter. Jede dieser Stationen ist von Ausnutzung und Erniedrigung geprägt, und jede endet tragisch. Das Laufen bleibt dabei sein Fixpunkt. Als seine Mutter umkommt, beschließt er, sich selbst zu töten durch einen Dauerlauf, ohne Wasser zu trinken. Doch Anselm verfügt über ungeahnte Ausdauer …
Jürgen-Thomas Ernst gelingt ein ungewöhnlicher historischer Entwicklungsroman um das Vorwärtskommen, das Ankommen und die Natur des Scheiterns.

 


3. Preis – Bronzener Lorbeer

Marc Buhl

Marc Buhl, geboren 1967, studierte nach ausgedehnten Reisen durch Asien und Afrika Betriebswirtschaft, Politikwissenschaft, Germanistik und Anglistik und lebt heute in Freiburg im Breisgau. Diverse literarische Veröffentlichungen im Eichborn Verlag.

Ausgezeichnet mit dem bronzenen Lorbeer
des Sir Walter Scott-Preises wurde sein Roman:

Das Paradies des August Engelhardt
Gebundene Ausgabe, 240 Seiten
Eichborn Verlag, Februar 2011
ISBN-10: 3821861487
ISBN-13: 978-3821861487

Nein, so einen kann man nicht töten, sagen die Eingeborenen, als sie den seltsamen Bleichling die Palmenstämme herunterrutschen sehen. Der nackte Mann nährt seinen zerschundenen Körper ausschließlich von Kokosnüssen und hat sich am Strand eine schiefe Hütte aus Büchern gebaut. Niemand kann den ausgemergelten Glückssucher vertreiben, nicht der Pfarrer der kleinen Kolonie auf Deutsch-Neuguinea, nicht der Monsunregen, nicht die Myriaden Moskitos und nicht die Pfeile der Insulaner – denn August Engelhardt aus dem kalt-nebligen Nürnberg hat in der Südsee den Sinn des Lebens gefunden und seinen heiligen Gral und Jungbrunnen: die Kokosnuss.
Marc Buhl erzählt die Geschichte des deutschen Sektengründers Engelhardt mit aller notwendigen erzählerischen Freiheit, um dem Wahn, der Größe, der begeisternden Verstiegenheit des aus der Zeit Gefallenen nachzuspüren.


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