Die Gewinner des Quo Vadis-Kurzgeschichtenpreises 2013

Auf der Historica in Billerbeck kürte der Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis die besten Kurzgeschichten seines diesjährigen Literaturwettbewerbs. Die drei Preisträgerinnen wurden auf einem festlichen Galaabend am 8. November ausgezeichnet.

Im Wechsel mit dem Sir-Walter-Scott-Preis schreibt der Autorenkreis Historischer Roman Quo Vadis seinen Kurzgeschichtenwettbewerb aus. Als Thema wird traditionell ein Bezug zu der Region hergestellt, in der die nächste Historica stattfindet. Nach der gelungenen Veranstaltung vom Vorjahr war Billerbeck vom 8. bis 10. November 2013 erneut Austragungsort der Historica, das Thema des Wettbewerbs lautete: „Glanz und Schatten – Geschichten aus Billerbeck und dem Münsterland zwischen 800 und 1900“. Aus zahlreichen Einsendungen wählte die Quo Vadis-Jury (Angeline Bauer, Alf Leue und Claudia Schmid) die besten Beiträge aus, die drei Gewinnerinnen wurden am 8. November auf einem Gala-Abend ausgezeichnet.

Die drei Preisträgerinnen sind:

1. Platz (dotiert mit 300 Euro) für: „Das Hurenkind“ von Ella Theiss
Zum Inhalt: Pfarrer Anton Hesselmann bekämpft in Billerbeck das Nervenfieber, ihm zu Hilfe kommt eine als Hurenkind davongejagte junge Frau.
Die Autorin: Ella Theiss ist das Pseudonym von Elke Achtner-Theiss. Sie wurde 1951 in Rheinhessen geboren und wohnt heute in der Nähe von Darmstadt. Die Autorin ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. Nach ihrem Germanistikstudium in Frankfurt hat sie dreißig Jahre als Journalistin und PR-Redakteurin gearbeitet, war unter anderem Chefredakteurin von „Schrot&Korn“ und vom „ReformhausKurier“. In dieser Zeit hat sie mehrere Sachbücher veröffentlicht. Seit 2007 schreibt sie auch Romane und Erzählungen. Ihr historischer Debütroman „Die Spucke des Teufels“ belegte den 2. Platz beim Gerhard-Beier-Preis 2010. Mehr unter www.ellatheiss.de

2. Platz (dotiert mit 200 Euro) für: „Wenn Weiber über ihre Sphäre stiegen“  von Elke Weigel
Zum Inhalt: Die Begegnung zwischen der Dichterin Annette von Droste Hülshoff und dem Märchenerzähler Wilhelm Grimm. Mit dem Onkel streiten sie über die Kinder- und Hausmärchen und den Erhalt deutschen Kulturgutes, eingeflochten in dichterische Versgrübeleien.
Die Autorin: Elke Weigel, geboren 1963 in Schwenningen am Neckar, Psychologiestudium an der Universität Trier, Tanztherapieausbildung bei Fe Reichelt in Frankfurt. Die Autorin lebt mittlerweile in Stuttgart, wo sie in eigener psychologischer Praxis tätig ist. Bisherige Veröffentlichungen: „Körperschemastörungen erkennen und behandeln – der KörperReich-Ansatz und seine Übungen, mit CD“ (Fachbuch, 2008), „Fußballtöchter“ (Roman, 2012), „Eissommer“ (historischer Krimi, 2013), „KörperReich – Behandlung der Körperschemastörung“ (Sachbuch, 2013), „Die Heilerin“, „Das Fest – Fantasiereise für Frauen“ (FantasiereiseCDs), sowie zahlreiche Kurzgeschichten. 2014 erscheinen von Elke Weigel die Romane „Robin und Jennifer“ (Historischer Roman), „Mutterschuld“ (Krimi), „Sterben in schwarz-weiß“ (Krimi) und drei weitere Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien.

3. Platz (dotiert mit 100 Euro) für: „Die englische Zange“ von Kea Rogge
Zum Inhalt: Eine Hebamme in Münster setzt zur Geburtshilfe die verbotene englische Zange ein und bekommt unerwartet Hilfe und Verständnis von einem jungen Arzt.
Die Autorin: Kea Rogge, geboren 1964, wuchs auf in Bremerhaven, studierte Humanmedizin, promovierte mit einer medizinhistorischen Arbeit über Ärztinnen im Dritten Reich und veröffentlichte Artikel über medizinhistorische Themen. Heute arbeitet sie als Ärztin im Ruhrgebiet.

Die drei ausgezeichneten Kurzgeschichten sowie siebzehn weitere Wettbewerbsbeiträge erscheinen in der Kurzgeschichten-Anthologie mit dem Titel „Engel, Hexen, Wiedertäufer – Historische Geschichten aus dem Münsterland“, die ab sofort erhältlich ist.

„Engel, Hexen, Wiedertäufer – Historische Geschichten aus dem Münsterland“
Hrsg. Evelyn Barenbrügge
176 Seiten, 9,95 Euro
ISBN 978‐3‐8309‐2992‐5
Waxmann Verlag
www.waxmann.com

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