Dornröschenschloss und Karibikkreuzfahrt

Traditionell oder extravagant? Quo Vadis-Autorinnen und -Autoren verraten, wie sie in diesem Jahr Weihnachten und Silvester verbringen. Plus: Die besten Bücher zum Verschenken.

Foto: Heike Koschyk

Wie viel Familie und Tradition darf es zu Weihnachten sein? Viele Quo Vadis-Autorinnen und -Autoren freuen sich auf eine ganz klassische Weihnachtszeit im Kreis der Familie. So etwa Axel S. Meyer („Das Lied des Todes“): „Weihnachten wird ganz traditionell mit Tannenbaum, Kerzen, Geschenken und Musizieren gefeiert.“ Auf einen Programmpunkt könnte Meyer jedoch verzichten: „Ich bin froh, wenn das Singen vorbei ist, weil ich davon immer ganz müde werde.“
Lea Korte („Das Geheimnis der Maurin“) plant mit ihrer Familie ein europäisches Weihnachtsfest. „Zunächst gibt es am 24. Dezember den ‚Tio‘, das ist eine katalanische, recht heidnische Sitte, bei dem ein seit dem 1. Dezember gefütterter Holzkerl Geschenke überreicht.“ Ein großer Spaß für die beiden kleinen Kinder der Autorin, die in diesem Jahr adoptiert worden sind. Die beiden großen Kinder und die Erwachsenen werden dann an Weihnachten noch einmal beschenkt – und im Januar erwartet die Familie die Heiligen Drei Könige.
Angeline Bauer („Die Niemalsbraut“) freut sich auf eine wunderbare Reise. „Mein Mann und ich haben den Runden mit der Sechs vorher erreicht, dazu sind wir dreißig Jahre zusammen. Da haben wir uns eine Weihnachts-Kreuzfahrt in die Karibik geschenkt.“ Ob es unterwegs wohl einen Christbaum gibt? „Keine Ahnung! Wenn wir wieder zurück sind, wissen wir es …“
Und Christiane Lind („Die Geliebte des Sarazenen“) pflegt eine lieb gewonnene Tradition, „ein kleines Familientreffen am ersten Weihnachtstag auf dem Dornröschenschloss Sababurg zwischen Kassel und Göttingen. Nach einem gemeinsamen Essen – passend zum Ort gibt es Rosennudeln – gehen wir in den Tierpark und lassen uns überraschen, ob sich im Schnee überhaupt Tiere blicken lassen.“

Das Jahresende hingegen wird meist mit Freunden verbracht. Lena Johannson („Die unsichtbare Handschrift“): „Silvester geht es in diesem Jahr zu Freunden, mit denen wir gemütlich kochen, essen und reden – ganz in Ruhe.“ Und Axel S. Meyer: „Silvester feiere ich mit Freunden, Essen, Bier und ‚Dinner for one‘. Beim Böllern beschränke ich mich aufs Zuschauen und wünsche mir was fürs neue Jahr im Stillen, soweit das bei dem Geknalle überhaupt geht.“

Die Highlights 2013

Runde Geburtstage, Familienfeste, die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sowie Buchprojekte – auch das neue Jahr hält für die Quo Vadis-Mitglieder eine Fülle spannender Höhepunkte bereit. Lena Johannson: „Ich freue mich auf unseren Einzug ins neue Heim! Und ich freue mich auf den 80. Geburtstag meiner Mutter, den wir doppelt und sehr besonders feiern werden. Außerdem sehe ich voller Freude dem Erscheinen meines zehnten Romans und dem Erscheinen meines ersten Krimis entgegen.“ Axel S. Meyer: „Ich freue mich auf das Weiterschreiben am dritten Roman, der 2014 erscheinen wird. Und ich bin gespannt auf die Leipziger Buchmesse, die meine erste Buchmesse überhaupt sein wird.“ Auch Lea Korte plant ein neues Romanprojekt und sie freut sich darauf, dass die Kinder sich weiter so gut entwickeln. Christiane Lind zählt neben den Buchmessen und einer Romanveröffentlichung im Juni das Quo Vadis-Seminar in Wolfenbüttel sowie die Historica in Billerbeck zu ihren Highlights in 2013.

Die besten Bücher zum Verschenken

Sagas, Thriller, Historisches – das sind die Weihnachts-Empfehlungen der Autoren:

Lea Korte: „Brandneu ist mein Roman ‚Das Geheimnis der Maurin‘. Und wer noch ein Lesezeichen oder eine Signierung von mir dazu möchte, kann sich gern direkt an mich wenden!“
Lea Korte, „Das Geheimnis der Maurin“, Knaur Taschenbuch, 576 Seiten, 9,99 Euro

Christiane Lind: „‚Der Fluch der Ewigen Wächter‘ von Claudia Siegmann – eines der schönsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe.“
Claudia Siegmann, „Der Fluch der Ewigen Wächter“ mit Illustrationen von Helmut Dohle, Deutscher Taschenbuch Verlag, 288 Seiten, 12,95 Euro

Axel S. Meyer: „Ich liebe Thriller wie die von Jo Nesbo und viele Romane von Bernard Cornwell und Stephen King. Das sind natürlich auch tolle Geschenke. Ebenso wie die Isländer-Sagas, aber natürlich nur für Leute, die diese Art von Literatur mögen. In diesem Jahr habe ich mir eine mehrbändige Ausgabe der Sagas selbst geschenkt.“
Jo Nesbo, „Die Larve: Harry Holes neunter Fall“, Ullstein Taschenbuch, 576 Seiten, 10,99 Euro

Titus Müller: „‚Im Rausch der Freiheit‘ von Edward Rutherfurd. Ein Traum von einem Buch! Man erlebt an der Seite der Familie Master die Geschichte New Yorks von den Anfängen bis 9/11. Aber es ist nicht allein New York, das an diesem Roman fasziniert. Mich haben vor allem die persönlichen Geschichten gepackt, die Freundschaften, Intrigen, Liebeswege. ‚Im Rausch der Freiheit‘ ist kein lautes Buch, sondern ein zartes, das auf über tausend Seiten viel Sinn für Details hat, ohne jemals zu langweilen.“
Edward Rutherfurd, „Im Rausch der Freiheit: Der Roman von New York“, Karl Blessing Verlag, 1.152 Seiten, 29,95 Euro

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