Weihnachten bei …

Wie verbringen Schriftsteller Weihnachten und den Jahreswechsel? Ein paar Quo Vadis Autorinnen und Autoren geben Auskunft…

Eveyln Barenbrügge

 

»Ich freue mich auf entspannte Tage am Kamin, wenn das Feuer leise prasselt und die Wärme auf der Haut prickelt. Dazu eine Tasse südafrikanischen Honeybushtee, der auch beim Schreiben nie fehlt und ein Buch, in das ich eintauchen, alles um mich herum vergessen kann und aus dem ich erst wieder auftauche, wenn ich es ausgelesen habe oder Weihnachten vorbei ist – Na ja, unterbrochen von Telefonaten, Essen kochen, essen, Besuch, Geschenke auspacken …« (Aktueller Roman: Leeres Versprechen)

Marlene Klaus

 

 

»Weihnachten verbringe ich mit Spielen, DVDs und viel Gelächter im Familien- und Freundeskreis. Lesend und zurückgezogen die beiden Feiertage. Den Jahreswechsel verbringe ich heuer gemütlich bei Herzensfreunden in München.« (Aktueller Roman: Beschützerin des Hauses)

 

Viktor Glass

 

»Vielleicht räumen wir ein bisschen aus, bringen Sachen, die wir nicht brauchen, in den Keller, hören Weihnachtslieder, zünden Kerzen an und machen Pläne. Sonntag besuchen wir meinen Bruder zum Entenessen, am zweiten Weihnachtstag beginne ich meinen neuen Roman, mache eine Paella mit viel Fisch, Garnelen und Muscheln. - Ich wünsche allen ein schönes Fest und ein gutes, erfolgreiches neues Jahr!« (Aktueller Roman: Goethes Hinrichtung)

 

Katrin Burseg

 

»An Weihnachten liebe ich die Stille und die Besinnlichkeit, die sich tatsächlich am Heiligabend gegen 17.00 Uhr einstellt – trotz aller Hektik, die vorher war. Zum Heiligabend gehören unbedingt dazu: das Krippenspiel in der Kirche mit meinem Mann und meinem Sohn, echte Kerzen am Weihnachtsbaum und Bachs Weihnachtsoratorium. Für die Weihnachtstage: fesselnde Bücher, in diesem Jahr ›Mittelreich‹ von Josef Bierbichler und ›Jerusalem – Die Biographie‹ von Simon Sebag Montefiore. Zwischen den Jahren und bis Silvester dann gern ausgedehnte Spaziergänge, möglichst am Meer. Und jedes Jahr wieder der gute Vorsatz, im nächsten Jahr ganz bestimmt mehr Sport zu treiben. Mal sehen, ob’s 2012 länger als ein paar Wochen hält …« (Aktueller Roman: Die Rebellin des Papstes)

Alfred Wallon

 

»Weihnachten ist für mich ein von der Gesellschaft und vom Kommerz verordnetes Fest, bei dem sich alle auf Kommando lieb haben und beschenken sollen. Ich habe mich von dieser Sicht der Dinge bereits lange verabschiedet und werde mich dem Merry Christmas-Trubel nicht anschließen. Für mich ist es viel wichtiger, das ganze Jahr positiv zu gestalten und Menschlichkeit zu bewahren – auch in kleinen Dingen des Alltages. Deshalb sind Heiligabend und die beiden Feiertage für mich ganz normale Arbeitstage, die ich zum Schreiben nutzen werde. Und wenn ich dabei produktiv bin und gute Ideen realisieren kann, dann ist dies für mich mein persönliches Weihnachtsfest.« (Aktueller Roman: Todesmarsch)

Lea Korte

 

»Wir fahren über die  Feiertage ›noch weiter‹ südlich, weil es mir prinzipiell kalt ist und ich die Sonne gerade im Winter suche. Weihnachtliche Stimmung kommt am warmen Meer sicher nicht auf, aber die Spanier haben mit ihrem ›Tio‹ und ihren Königen ja auch ein gutes Kontrastprogramm, das mir ohnehin mehr liegt. ;-)

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachts- und/oder Königsfest und ein gutes Neues Jahr!« (Aktueller Roman: Die Maurin)

Heike Koschyk

 

»Bei uns gibt es neben der üblichen Weihnachtsgans am Heiligabend ganz feste kulinarische und typisch norddeutsche Köstlichkeiten. Am 23. stimmen wir die festliche Zeit mit Labskaus ein. Dazu gehören natürlich ganz stilecht Matjes, Bratkartoffeln, Remouladensauce, Rote Bete und saure Gurken. Und weil wir hier oben im Norden von Fisch nie genug bekommen, ist für den 1. Weihnachtstag bereits die große Travemünder Fischplatte bestellt. Dann schlemmen wir zum Frühstück Räucherfisch und Krabbencocktail mit knusprigem Baguettebrot! Auch an Silvester ist für Fisch gesorgt, wenngleich wir hierbei internationaler werden: Sushi satt.« (Aktueller Roman: Die Alchemie der Nacht)

 

Kerstin Stojanov

»Weihnachten bedeutet für mich und meine Familie vor allem: Zeit. Unterm Jahr bleibt leider meist nicht viel davon übrig, um sie zusammen zu verbringen. Einer von uns ist immer unterwegs. Umso schöner, wenn im Dezember merklich Ruhe einkehrt, wir öfter zusammen sitzen, Plätzchen backen und die Wohnung schmücken. An Heilig Abend gehen wir nach gemütlichem Kaffeetrinken in die Kindermesse, treffen uns dort mit Freunden und nehmen uns Zeit zum Reden, ehe wir nach Hause gehen. Dort warten Kartoffelsalat und Würstchen auf uns – nach guter Familientradition. Auch schon bereit stehen die Geschenke, die das Christkind mit seinen Engeln zwischenzeitlich gebracht hat. Zumindest glaubt meine kleine Tochter noch ganz fest daran, dass es so ist. Den Abend lassen wir ruhig ausklingen und tanken dabei Kraft für das Familienessen am nächsten Tag. Dieses Jahr werde ich mich an einer Pute versuchen. Es steht also noch in den Sternen, ob es ein Festessen wird … Egal, wie es endet, an Sylvester ist es sicher vergessen und wir starten mit Pizza und einem kleinen Feuerwerk ins nächste Jahr. Auch, wenn ich einer der größten Sylvester-Muffel auf dieser Erde bin, ist es dieses Jahr doch allemal wert, gefeiert zu werden und jetzt der richtige Zeitpunkt, danke zu sagen: Für die viele Unterstützung, die ich in den vergangenen Wochen und Monaten erfahren habe. Dafür, dass meine Familie von großen Katastrophen verschont wurde und nicht zuletzt für die viele positive Resonanz auf meinen Erstling. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2012!« (Aktueller Roman: Herzblut)

 

Petra Schier

»Heiligabend werde ich mit meinem Mann und meiner Mutter sowie meiner 6-jährigen Nichte bei uns zuhause verbringen. Meine Nichte ist dieses Jahr auf ihren eigenen Wunsch bei meiner Mutter zu Besuch, weil sie ja gerade Ferien hat. Warum sie nicht zuhause ist und dort mit ihren Eltern feiert? Ganz einfach: Sie ist moslemischen Glaubens. Meine Schwägerin stammt aus dem Senegal; mein Bruder hat kurz vor der Heirat ihren Glauben angenommen. Doch meine Nichte ist dennoch ganz gespannt darauf zu erleben, wie wir Weihnachten feiern. Ganz besonders freut sie sich bereits auf den Weihnachtsbaum. Traditionell gibt es bei uns zum Abendessen Rinderrouladen mit Klößen und Rotkohl, danach die Bescherung. Um 22 Uhr gehen wir dann noch in die Christmette, danach zu meinen Schwiegereltern (, die nebenan wohnen), um dort noch einmal eine kleine Bescherung zu feiern. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es ein Familienessen bei meinen Schwiegereltern mit Ente und Gans, später Kaffee und Kuchen – die ganz normale Festtags-Völlerei.

Silvester werden wir ebenfalls mit meinen Schwiegereltern verbringen. Es wird Raclette geben und kurz vor Mitternacht trifft sich dann die gesamte Nachbarschaft, um ein gemeinsames Feuerwerk zu zünden und danach noch ein wenig zu feiern.« (Aktueller Roman: Die Gewürzhändlerin)

 

Der Autorenkreis Quo Vadis wünscht allen frohe Festtage!

About AlessaS

Alessa Schmelzer, geboren 1971 in Köln, studierte Alte und Neuere Geschichte, Klassische Archäologie, Germanistik und Philosophie. Als freie Museumspädagogin erstellt sie museumspädagogische Konzeptionen, v.a. für die archäologischen Museen des LWL. Bisher sind von der Autorin ein historisches Jugendbuch, wissenschaftliche Artikel und historische Kurzgeschichten erschienen. Die Autorin lebt in Münster. Im Forum ist sie Moderatorin für die Bereiche 'Quo Vadis Informationen' und 'Schreiben'.
This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort