Erfolgreiche Patenschaft

Kölner Archivalie kann auch dank Quo Vadis-Spende restauriert werden

Die Bilder gingen um die Welt: Als das Kölner Stadtarchiv am 3. März 2009 einstürzte, schien das Gedächtnis der Stadt und der Region unwiederbringlich verloren. Kostbare Handschriften, Amtbücher, Akten, Karten, Pläne, Fotos und Plakate waren unter den Trümmern verschüttet worden. Doch dank des Einsatzes von Feuerwehr, Archivaren und vielen freiwilligen Helfern gelang es, tausende Stücke aus dem Schutt und Staub zu bergen. „Für die fachgerechte Reinigung und Wiederherstellung der Bestände werden hunderte Millionen Euro benötigt“, schätzt das Historische Archiv Köln. „Auf die Restauratoren und Archivare warten mehrere Jahrzehnte Arbeit.“
Um diese gewaltige Aufgabe zu unterstützen, startete das Archiv das Projekt „Restaurierungspaten gesucht!“. Auch der Autorenkreis Quo vadis beteiligte sich im April 2010 mit sieben Benefizlesungen an der Aktion und spendete insgesamt 1.550 Euro für die Restaurierungsarbeiten. Dabei übernahm Quo vadis Teilpatenschaften für eine Pergamenturkunde aus dem Jahr 1532 und eine Handschrift aus dem 15. Jahrhundert.

Urkunde 7020 (W*)

Einen Erfolg gibt es nun von einer der Patenschaften zu vermelden: Für die Handschrift aus dem 15. Jahrhundert – ein Bündel von neun lateinischen Schriften, die der besinnlichen Lektüre im Kloster Hildesheim dienten – sind inzwischen ausreichend Spenden zusammen gekommen. „Ich freue mich, Ihnen endlich mitteilen zu dürfen, dass die Restaurierungskosten in Höhe von 5.196,73 Euro durch die großzügigen Spenden von insgesamt 29 Teilpaten vollkommen abgedeckt sind“, schreibt Rebecka Thalmann vom Historischen Archiv der Stadt Köln an den Autorenkreis Quo vadis. „Ich habe bereits nach einer geeigneten Restaurierungswerkstatt gesucht und die Restaurierung in Auftrag gegeben.“

Mit Beiträgen von 50 bis 1.500 Euro kann jeder Interessierte an einer Sammelpatenschaft teilnehmen, ab einem Beitrag von 1.500 Euro können Einzelpatenschaften übernommen werden. Mehr Informationen zum Projekt und zum Archiv gibt es unter: www.historischesarchivkoeln.de

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