Autorenportrait: Martina Frey

„Was längst vergessen ist, möchte ich in die Köpfe und Herzen der Leser zurückbringen.“

Die Leidenschaft für das Schreiben packte sie schon in der Schulzeit: Martina Frey, Jahrgang 1971, begann früh, kleine Texte zu verfassen – abenteuerliche Mädchengeschichten über Hunde und Pferde. „Als ich erst einmal damit angefangen hatte“, so die Autorin, „ließ es mich nicht mehr los.“ Trotzdem folgte nach der Fachhochschulreife eine Ausbildung im Öffentlichen Dienst, wo die gebürtige Wiesbadenerin auch heute noch in der Verwaltung tätig ist.
Doch die Sehnsucht blieb. Im Jahr 1990 absolvierte Martina Frey über ein Fernstudium den Kurs „Technik der Erzählkunst“. „Danach wusste ich, dass ich weiter Geschichten schreiben möchte.“
Nach einigen Schreibversuchen entwickelte die Autorin ein Faible für historische Stoffe, das deutsche Mittelalter fasziniert sie besonders. „Ich habe irgendwann bemerkt, dass Romane über das Mittelalter auch lehrreich sein können. Natürlich darf man sich nicht darauf verlassen, denn immerhin sind es Geschichten und keine Geschichtsbücher.“ Eine Erzählung über die Sachsenkriege geriet etwas länger als geplant und so entstand ihr erster Roman „Die Tränen der Irminsul“.
Im Jahr 2000 wurde Martina Frey Mitglied der MacKenzie Society und lernte dort Gabriele Vesterling kennen. Gemeinsam verfassten sie den Roman „Der letzte Kampf des Roderick MacKenzie“, das Buch wurde 2008 veröffentlicht. Zuletzt erschien im Herbst dieses Jahres „Die Schwestern von Sunneck“ im Rahmen der Quo Vadis-Edition im Dryas Verlag. Der Roman spielt in der Mitte des 13. Jahrhunderts auf Burg Sunneck im Rambachtal, wo die Schwestern Jonata und Roberta unversehens in einen Strudel politischer Intrigen geraten. „Der ständige Streit zwischen den Grafen von Nassau und den Eppsteiner Herren ist bekannt, aber es wird stets vergessen, wie sehr die Menschen, die unschuldigen, unbeteiligten, unter solchen Auseinandersetzungen gelitten haben“, sagt die Autorin über ihren Stoff. Schreiben ist für Martina Frey der Ausgleich zum Alltag. Mit guter Filmmusik und Sachbüchern über die Epoche gelingt es ihr, sich in die Vergangenheit zu versetzen. „Ich tauche ein, in eine mir vertraute Welt, in längst vergangene Zeiten, die ich durch Abenteuer aufleben lasse. Was längst vergessen ist, möchte ich in die Köpfe und Herzen der Leser zurückbringen. Deshalb schreibe ich historische Abenteuerromane.“
Martina Freys Heimat spielt immer mehr eine Rolle in ihren Geschichten. „Ich muss gar nicht weiter weg als nach Wiesbaden, um gute Abenteuergeschichten zu schreiben. Hier in der Region ist seit dem Erscheinen der Römer immer etwas los gewesen.“

Die Autorin lebt mit ihren beiden Kindern, zwei Katzen und einem Hund in Holzhausen an der Haide. Seit 2008 ist sie Mitglied im Autorenkreis Quo Vadis.

mehr zur Autorin: www.martina-frey.de

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