Neuerscheinung: Muttermilchräuber (eBook, Walter Laufenberg)

Ein Buch, wie es noch keins gab. Deshalb nicht in Buchhandlungen zu finden. Keine Buchhändlerin würde es in die Hand nehmen und empfehlen. Was auch nicht nötig ist, weil es hier ja fast geschenkt zu bekommen ist. Eine Story, die man nicht mehr aus dem Kopf kriegt. Es geht um einen brutalen Besessenen, der im Berlin des Kaiserreichs im Hinterhofgewirr der Mietskasernen für arme Leute drei junge Frauen in seiner Gewalt hat. Die Frauen sind Ammen, können jedoch ihre von den feinen Damen der Gesellschaft begehrten Dienste kaum anbieten, weil der rabiate Flickschuster Ambrosius Ronow sie Tag für Tag ausplündert. Wie ein Säugling saugt er ihre schweren Brüste leer, wogegen die drei Frauen sich nicht wehren können. Denn sie brauchen ihn, und er braucht ihre Milch, ohne die er nicht leben kann.

Zwei der drei Frauen sind Spreewälderinnen, von klein auf dazu erzogen, als Amme ihren Unterhalt zu verdienen. Die beiden Spreewälderinnen hat er nacheinander an der Jannowitzbrücke, der Anlegestelle der Spreekähne, abgeschleppt. Die dritte aber kam als arme Häuslertochter aus einem schlesischen Dorf nach Berlin. Der Schuster hat sie am Schlesischen Bahnhof abgefangen und mit falschem Charme in seine Gewalt gebracht. Die Frauen müssen dem Flickschuster auch im Bett dienlich sein. Die Säuglinge der Frauen sterben in der nasskalten Unterkunft. Auch weil die Mütter nicht genügend Milch für sie haben.

Der Schuster meint, die Frauen, die er getrennt untergebracht hat, wüssten nicht voneinander. Heimlich kommen die drei aber doch zusammen und entwickeln eine Strategie, um sich mit Gewalt von dem Monster zu befreien. Doch kommt es dann ganz anders, als der Schuster in Hochstimmung, weil an dem Tag der Weltkrieg ausgebrochen ist, die kräftigste der drei Frauen zu vergewaltigen versucht.

Der tote Flickschuster wird erst eine Woche nach seinem jämmerlichen Verenden entdeckt, und zwar von dem Kneipier der Wirtschaft an der Ecke und dem reichen Hauswirt. Die Todesursache gibt Rätsel auf. Woher kommen die auffälligen Verfärbungen an der Leiche, die nach Aussage des Pathologen nicht zum Tod geführt haben? Für den Kneipier und den Hauswirt beginnt damit im Berliner Zille-Milieu ein spannender Krimi, der sie zu unfreiwilligen Privatermittlern macht. Und zu Freunden, bis eine Frau diese Freundschaft zerbrechen lässt.

Walter Laufenberg, freier Schriftsteller und Blogger, war Fernsehreporter beim WDR und ZDF, Filmemacher, Verlagslektor und Werbetexter. Er ist der Herausgeber des literarischen Online-Magazins „Laufenberg NETzine“ (www.netzine.de). Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, unter anderem die Krimis „Hitlers Double“ (Berlin 1997, zweite Auflage 2000) sowie „Sarkophag“ (München 2008) und den historischen Island-Krimi „Der gemalte Tod“ (München 2011).

Muttermilchräuber
Walter Laufenberg
Kindle Edition
120 KB

Leseprobe und Download: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B005QC6R68/ref=nosim/lauf-21

Geschrieben von Petra Schier

About Petra Schier

Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening. Sie ist Mitglied im Syndikat, bei Quo Vadis sowie bei DeLiA.
This entry was posted in Buchtipps. Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort